


























Das Bauernhaus mit Scheune an der Loorenstrasse 10 liegt im ehemaligen Oberdorf von Witikon am Fuss des Kirchenhügels. Das Mehrzweckbauernhaus bestehend aus Wohnhaus, Tenn und Stallscheune entstand in mehreren Bauetappen ab dem frühen 19. Jahrhundert, letztmals erweitert um 1920 mit einem voluminösen Querbau, so dass ein beinahe kreuzförmiger Grundriss entstand.
Der landwirtschaftliche Betrieb wurde in den 90-er-Jahren aufgegeben und die Eigentümerfamilie entwickelte die Idee einer Umnutzung zu Wohnungen. 2022 wurde das Gebäudeensemble unter Denkmalschutz gestellt, wodurch die baurechtliche Bewilligung für den tiefgreifenden Umbau möglich wurde.
Im Rahmen der Gesamtsanierung wurden das Wohnhaus und die Scheunengebäude umfassend saniert, statisch ertüchtigt und wärmegedämmt.
Im restaurierten Wohnhaus mit getäferter Stube und Kachelofen entstand eine zweigeschossige Familienwohnung und in der Scheune drei weitere Wohnungen mit je einer Loggia, welche den zeitgemässen Standard mit dem Charme der historischen Scheune verbinden. Das Mehrfamilienhaus verfügt über einen gemeinsamen Aufenthaltsraum für alle Bewohner und Fahrzeugabstellplätze.
Die Erschliessung erfolgt in der ehemaligen Remise zwischen Wohnhaus und Stallscheune über ein neues Treppenhaus mit Lift als Stahlkonstruktion.
Zur Belichtung wird die Dachlandschaft im Wohnteil mit schmalen, stehenden Lukarnen, in den grossflächigen Scheunendächern mit langgezogenen Lukarnen ergänzt.
Fachbericht Amt für Städtebau 2025 umnutzen & erhalten
Stefan Gasser, Urs Jäggin: Wohnen in denkmalgeschützter Stallscheune
Der abgeschlossene Umbau … schaffte es, das traditionelle Bild eines massiven Wohnteils und der verbretterten Scheunenteile zu bewahren gleichzeitig attraktive neue Wohnungen anzubieten.
… Ein Neubau wäre finanziell günstiger gewesen, als dieser Umbau im geschützten Bestand … Die künftigen Bewohner*innen werden dafür aber mit dem einmaligen Charme eines ehemals bäuerlichen Wohngebäudes in einem malerischen Quartier belohnt.
Publikation:
umnutzen & erhalten: Fachbericht Nr. 7